Let’s go swimming

Komplett unterschätzt und viel zu oft vergessen: Das Schwimmen ist für jedes Fitnesslevel geeignet, es ist absolut gelenkschonend, verbrennt unheimlich viele Kalorien und fordert alle Muskelgruppen. Warum also lassen wir Schwimmen bei unserem regelmäßigen Trainingsplan außen vor? Der Fahrtweg in das nächstgelegene Schwimmbad? Als ob das Fitnessstudio näher wäre. Nasse Haare, nasses Alles? Nach der Dusche im Fitnessstudio sieht es auch nicht anders aus, oder? (Oh, und es gibt übrigens auch Schwimmkappen um die Haare trocken zu halten) Also, warum gehen wir eigentlich viel zu selten ins Becken und powern uns so richtig aus?

Der Frage habe ich mich vor kurzem gestellt und keine richtige Antwort gefunden. Ich war noch nie ein regelmäßiger Schwimmer (ab und an im Schwimmunterricht und wenn Freibadsaison ist, dann dreht man eben so seine Runden…) und bin um ehrlich zu sein auch noch nie auf die Idee gekommen. Vielleicht wusste ich auch gar nicht wirklich, WIE man eigentlich richtig schwimmt, vor allem als Workout. Höchste Zeit das zu ändern und ich freue mich sehr, euch bei dieser Reise mit zu nehmen. Ich werde die nächsten Tage unterschiedliche Themengebiete zum Schwimmen aufgreifen, sodass hoffentlich keine Fragen unbeantwortet bleiben und ihr auch Lust habt sofort eure Badesachen zu schnappen, um ein paar Bahnen zu schwimmen!

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Genauso wie bei jedem anderen Sport ist das Aufwärmen unheimlich wichtig. Klar, wenn Du nur fünf Bahnen ziehen möchtest, dann musst Du dich keine zehn Minuten Aufwärmen, wenn es aber für eine Stunde oder länger in’s Wasser geht, und Du auch vor hast verschiedene Stile und Übungen zu schwimmen, dann solltest Du irgendwie schauen, dass Du es unterbringst. Vor allem der Rücken und die Schultern sollten aktiviert werden, was ich persönlich viel zu selten beachte und mittlerweile durch das Schwimmen einen super gestärkten Rücken habe. Planks (mit seitlichen Hüftsenkern), Beine kreuzen und Schulternheber (siehe die Nachfolgenden Bilder) wärmen die Muskeln auf, die wir beim Schwimmen brauchen.

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Und nun: Ab in’s Becken! Ein paar langsame Runden, um wirklich alle Muskeln zu aktivieren und sich an die Atemtechnik zu gewöhnen. Ich persönlich kraule am liebsten (was vielleicht aber auch daran liegt, dass ich eine schiefe Hüfte habe und körperlich gesehen gar nicht richtig Brust schwimmen kann 😉 ), grundsätzlich sind aber alle Arten von Schwimmen für den Körper gut.

Pro’s:

  • entlastete Wirbelsäule, Gelenke und Bänder
  • alle Muskelgruppen werden gleichmäßig trainiert
  • Durchblutung wird gefördert, Kreislauf kommt in Schwung
  • Hoher Kalorienverbrauch
  • egal in welcher sportlichen Verfassung oder Gewicht welches Gewicht man hat, Schwimmen klappt für jeden
  • kann Verspannungen (vor allem beim Rückenschwimmen) lösen
  • setzt Glückshormone frei

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Da ich wie gesagt das erste Mal seit Langem wieder im Wasser war habe ich mir professionelle Unterstützung besorgt. Marco di Carli, ehemaliger Spitzenathlet, stand mir dank der Schwimmmarke Arena zur Seite, als ich mich wieder ins Becken wagte. Wenn man wirklich „richtig“ anfangen möchte zu schwimmen, macht es definitiv Sinn, sich für zwei Stunden einen Schwimmkurs (natürlich keinen Anfängerkurs 😉 ) zu buchen, um von einem Profi Tipps in Bezug auf Haltung und Stil zu bekommen. Ich habe zum Beispiel meinen Kopf nie in einer Linie mit der Wirbelsäule gehabt und so nicht nur mich selber behindert, sondern auch Nackenverspannungen hervorgerufen. Die Arme gingen bei mir nicht direkt am Kopf vorbei ins Wasser sondern irgendwo und die Beine waren zu tief im Wasser. Alles „Fehler“ die man selbst gar nicht wirklich mitbekommt, aber innerhalb kürzester Zeit verbessert werden können, wenn man darauf hingewiesen wird!

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Natürlich gibt es auch allerlei Accessoires, um das Schwimmen NOCH effektiver zu machen. Besonders für die Beinmuskeln und den Po lohnen sich Schwimmflossen– die Muskeln werden direkt angesprochen und nur wenige Minuten Training erzielen einen guten Stärkungseffekt. Um tatsächlich nur den unteren Teil des Körpers zu beanspruchen habe ich den „Swim Keel“ benutzt, der mich über Wasser hält. Zusätzlich stabilisiert er den Hüftbereich und unterstützt den Muskelaufbau im Bauchbereich. Hier habe ich übrigens auch die richtige Lage gelernt: Während ich schwimme, sollte der Kopf soweit unter Wasser sein, dass ich meine Beinbewegungen sehe. Die Haltung ist natürlich etwas übertrieben, aber bringt einen in die richtige Richtung!

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Legt man den Fokus mehr auf den Oberkörper sind die „Flex Paddles“ zu empfehlen: Die Paddels sind mit einer Mesh-Lage beschichtet und erhöhen den Wasserwiderstand für ein intensiveres Oberkörpertraining bei entlasteten Schultern. Bereits nach einer Bahn habe ich einen krassen Unterschied gemerkt- nicht nur, dass ich deutlich schneller unterwegs war, sondern dass die Muskeln im Schulterbereich stark beansprucht worden sind. Schon nach zwei Bahnen war ich fix und alle und habe erstmal eine Pause gebraucht.

Werden meine Schulter zu breit durch’s Schwimmen? Nein! Die typischen breiten Schwimmerschultern, die wir vielleicht öfter bei Wettkämpfen sehen sind für uns gar nicht zu erreichen. Erstens bilden sie sich vor allem in der Pubertät bei intensivem Training (darüber sind wir ja hoffentlich alle hin weg), zweitens müssten wir hierfür genauso viel trainieren, wie die Profischwimmer- also etwa zwei Mal am Tag. „Normales“ regelmäßiges Schwimmen sorgt einfach nur für einen Topfigur und nicht für breite Schultern.

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Die ganzen Spielereien kann man sich zulegen, muss man natürlich aber nicht. Will man erstmal nur schauen, ob das Schwimmen vielleicht was für einen ist, reicht irgendein Badeanzug oder Bikini und ab in’s Wasser. Möchte man aber regelmäßig trainieren, sollte man sich zumindest einen vernünftigen Badeanzug und eine Schwimmbrille zulegen. Nichts ist nerviger als wenn man ständig an sich herumzuppeln muss, weil irgendwas verrutscht. Wer eher Team Bikini ist: Es gibt auch Bikinis die extra für das „richtige“ Schwimmen gemacht sind und an Ort und Stelle bleiben (z.B. hier), was vor allem praktisch ist, wenn man im Sommer draußen Schwimmen möchte 🙂

Eine Schwimmkappe ist vor allem für (unnatürliche) Blondinen von Vorteil: Die Haare werden nicht nass und somit auch vom Chlor nicht angegriffen und verfärbt. Auch wenn es beim ersten Mal aufsetzen super ungewohnt ist, sind sie einfach unheimlich praktisch: Die Kappe sitzt und man muss sich um seine Figur keine Gedanken machen, die Haare stören während dem Schwimmen nicht und außerdem muss man die Haare nach dem Schwimmen nicht waschen und föhnen.

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Das wichtigste an der Sache ist aber natürlich: Spaß zu haben! Warum nicht regelmäßige Schwimmdates mit einer Freundin ausmachen, um sich immer mal wieder am Beckenrand auszutauschen? Ich persönlich liebe die Ruhe beim Schwimmen und genieße es ein, zwei Stunden nur für mich zu sein. Während dem Schwimmen kriege ich den Kopf komplett frei, was für mich der größte Luxus ist.

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Morgen stelle ich euch meine Lieblingsstyles an sportlicher Bademode vor, gefolgt von einem kleinen Abstecher zu Beauty (irgendwie wollen wir ja doch gut aussehen- auch beim Schwimmen, oder?) und Motivationstipps und Erfahrungen von jemandem, der das Schwimmen auch gerade erst für  sich entdeckt und lieben gelernt hat.

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Mit sportlicher Unterstützung von Arena

11 Comments

  • Antworten April 24, 2017

    Dennis Schmidt

    Sehr schöner Artikel mit tollen Fotos! Bin über die Arena Facebook Seite aufmerksam geworden 🙂 Marco ist bzw. war ein top Athlet.
    Insbesondere für mich interessant, da ich mobiler Personal Trainer in München bin und wöchentlich Schwimmtrainings im Olympiabad gebe (https://letsgetfit.de/schwimmtraining-schwimmtrainer). Die Nachfrage richtig Kraulen zu lernen ist doch hoch! Ist ja auch eine super Sportart.
    Sportliche Grüsse,
    Dennis

  • Antworten April 15, 2017

    Din

    Für mich als Triathletin gehört Schwimmen natürlich zum wöchentlichen Training. Aber ich quäle mich immer ziemlich, wenn ich in die Halle oder auch ein Freibad muss. Nichts geht über Freiwassertraining in einem See, Meer oder Ozean wie aktuell!

  • Antworten März 31, 2017

    Julia

    Toller Beitrag. Man sollte viel öfter schwimmen gehen, denn wie du sagst, es gibt keinen triftigen Grund es nicht zu tun. Ich schwimme sehr gerne und früher bin ich auch viel öfter ins Schwimmbad gegangen. Ich glaub, ich muss es unbedingt mal wieder machen 🙂

    Liebe Grüße, Julia
    http://theeverydaytreasures.blogspot.de

  • Antworten März 30, 2017

    Stefanie

    Liebe Linda, ein sehr schöner Beitrag. Dann ist ja der Triathlon nicht mehr weit, auf dem Rennrad haben wir Dich ja auch schon gesehen!
    Ich liebe Schwimmen und gehe 2 – 3 x die Woche.
    Speedo und Arena haben echt schöne Badeanzüge und Schwimmbikinis. Und Zubehör. Und auf http://www.swim.de gibt es alles übers Schwimmen – auch Trainingspläne.
    Geniesse das Wasser! LG v Stefanie

  • Antworten März 30, 2017

    Cora

    Liebe Linda,
    das ist ein wirklich schöner Beitrag! Ich liebe es zu schwimmen und habe es lange Zeit als Leistungssport betrieben. Die breiten Schultern sind aber trotzdem ausgeblieben, man sollte nämlich nicht vergessen, dass bei Profischwimmern neben dem Schwimmen auch eine Menge Krafttraining auf dem Trainingsplan steht ;). Super, dass du einen Schwimmkurs empfiehlst! Gerade im Freistil kommt es sehr auf die richtige Technik an, um auch wirklich die großen Muskeln im Rücken anzusprechen. Ansonsten schwimmt man nur aus dem Arm heraus und ist schon nach zwei Bahnen kaputt :D.
    Liebe Grüße,
    Cora

  • Antworten März 30, 2017

    Eva

    Aaah wie cool, endlich ein Beitrag zum Schwimmen, habe das tatsächlich auch noch nie gesehen vorher, ich muss zugeben, vor allem die Tips habe ich wirklich nur überflogen, shame on me, aber ich schwimme seit meinem 5. Lebensjahr im Verein und wenn man 3 mal die Woche von seinen Trainern durchs Becken gescheucht wird, helfen die Tipps logischerweise eher weniger. Was absolut nicht heisst, dass ich sie als nicht sinnvoll erachte, im Gegenteil, ich finde es super, dass du das Thema ansprichst und so Leute dazu motiviert schwimmen zu gehen! Es ist nämlich wirklich ein toller Sport, plus kleines Extra: Die Zeit im Wasser ist jedes mal automatisch ein kleiner digital detox, denn im Gegensatz zum Fitnessstudio, kann man hier nicht mal eben in der Pause Instagram, Mails und Co checken!
    Liebe Grüße
    Eva

    http://www.eva-jasmin.de

  • Antworten März 29, 2017

    Sibylle

    Schöööner Post 🙂 ich bin #teambrustschwimmen – kraulen liegt mir nicht soooo.
    Wir (fünf Mädels) gehen einmal die Woche ins Schwimmbad und betreffend Kopf frei kriegen kann ich dir nur zustimmen 🙂

    freu mich auf die nächsten Posts 🙂

    Gruß aus Südtirol 🙂

  • Antworten März 29, 2017

    Mel

    Ich finde es toll das so ein Beitrag mal kommt,
    es gibt viel zu selten Fitness Blogger die über das Schwimmen berichten 🙁
    Ich habe letztes Jahr angefangen und gehe ein mal die Woche ins Becken.
    Leider nutze ich auch nur drei Schwimmstile und variiere das Tempo,
    aber hey besser als nichts 🙂
    Tolle Photos und super Bikini übrigens!
    Ganz liebe Grüße
    Mel

  • Antworten März 28, 2017

    Ariana

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Beitrag – ich war letzte Woche das erste Mal seit über 5 Jahren wieder im Schwimmbad und Dein Artikel hat mich direkt nochmals motiviert, da wieder hinzugehen (und mir vielleicht vorher noch einen passenden Badeanzug zuzulegen 🙂 ).
    Liebe Grüsse
    Ariana

  • Antworten März 28, 2017

    Leonie

    Ich gehe nur im Sommer schwimmen, da das Freibad 50m Bahnen hat. Das nächste Hallenbad hat nur 25m Bahnen und die sind dann noch mit einer Schnur in Schwimmer- und Nichtschwimmer unterteilt. Alle weiteren Schwimmbäder sind mit 30min Fahrt (Öffis) verbunden (und daher auch mit zusätzlichen Kosten :/). Da ist das 5min entfernte Gym doch näher :D. Freue mich aber schon wieder auf die Schwimmsaison.
    Und hübsch auszusehen ist mir tatsächlich weder während des Schwimmens noch während anderer Sportarten wichtig. Tendenziell sogar komplett egal.

  • Antworten März 28, 2017

    L♥ebe was ist

    wenn ich recht überlege, gehe ich auch super selten schwimmen. klar im Sommer im Urlaub oder wenn ich bei meinen Eltern am See zu Besuch bin. aber in der Stadt müsste man eben ins Schwimmbad 😉
    dabei schwimme ich eigentlich ganz gerne und auch gerne ausdauernd. ob ich dabei aber alles „richtig“ mache, weiß ich auch nicht 😉

    ❤ Tina
    http://liebewasist.com

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