Burning Dolomites | Gröden

Einmal mit einem der besten und bekanntesten Landschaftsfotografen, die Instagram so zu bieten hat durch die Wiesen ziehen, sich Tipps und Tricks abholen und nach den „Burning Dolomites“ Ausschau halten? Was für eine Frage, da bin ich natürlich mehr als gerne dabei! Im Herbst fangen die sonst grauen und eher schroffen Felsen des UNESCO Welterbes nämlich wahrlich an zu glühen und ergeben ein spektakuläres Naturphänomen in verschiedenen Rottönen- wenn denn dann die Wolken nicht alles verdecken, aber fangen wir von vorne an.

Am Mittwoch ging es zusammen mit Eileen Richtung Südtirol, um zwei Tage in Val Gardena Gröden zu verbringen. Unsere super süße Unterkunft hatten wir in St. Ulrich, von wo aus wir auch die Ausflüge starteten. Wusstet ihr, dass rund um St. Ulrich neben deutsch und italienisch hauptsächlich Ladinisch gesprochen wird? Nur 30.000 Leute sprechen die Sprache und trotzdem wird sie in der Region sowohl in Schulen unterrichtet als auch im Alltag hauptsächlich genutzt. Und bei uns schaut man zum Teil schon schief, wenn man das Bayerische rausholt!

Nachmittags in Südtirol angekommen war gerade noch genug Zeit um die Bergschuhe zu schnüren, den Rucksack zu packen und zum Treffpunkt zu laufen. Strahlender Sonnenschein begrüßte uns am Fuße der Dolomiten und es ging gemütlich vorbei an Schafherden, Hütten und  sagenhaften Blick über die Dolomiten auf knapp 2.000 Meter zum geplanten Sonnernuntergangsspot.

Dort angekommen fing es doch tatsächlich an sich zuzuziehen und es wurde relativ nebelig- soviel zum Thema „Burning Dolomites“. Eigentlich hat man die gegenüberliegenden Berge einfach gar nicht mehr gesehen. Alles nur halb so schlimm, nur wenige hunderte Meter wartete die Hütte „Seurasass“ auf uns mit seinem urigen Ambiente und typisch südtirolischeren Abendessen. Bergab ging es mit fest zugezogenen Regenjacken und Stirnlampen, mittlerweile hatte es nämlich zum Regnen angefangen und dunkel war es auch. Nichtsdestotrotz hatten wir eines der besten und lustigsten Gespräche auf dem Weg bergab die nur durch kurzzeitige Rutschaktionen ab und an mal unterbrochen wurden. 😉

Am nächsten Tag klingelte der Wecker morgens um 4 Uhr: Eine Sonnenaufgangswanderung stand auf dem Plan und wir wollten pünktlich, wenn die ersten Sonnenstrahlen über die Bergspitzen blitzeln am Gipfelkreuz von Außerraschötz sein. Mit dabei war Max Muench, Mitgründer des Fotokollektivs @germanroamers, der uns so einige Tipps und Tricks zum Ablichten des perfekten Sonnenaufgangs geben sollte. Auch diesmal hatten wir mehr oder weniger Pech, denn Nebelfronten ließen nur vereinzelt Blick auf den Sonnenaufgang zu und wirklich farbig wurde es leider auch nicht. Dementsprechend konnten wir aus dem Workshop nicht so wirklich viel mitnehmen. Das Einzige, das hängenblieb war, dass Landschaftsaufnahmen mit Person im Bild deutlich interessanter für das menschliche Auge ist. Tatsächlich schaue ich mir Bilder von Naturphänomenen, Bergen oder anderen Wunder der Natur auch am liebsten an, wenn auf dem Bild noch etwas Menschliches zu sehen ist. Schon früher habe ich im Urlaub keine reinen Landschaftsaufnahmen gemacht, weil ich sie einfach zu langweilig fand und mir danach wohl auch nie wieder angesehen hätte. Übrigens sind Max und die anderen Jungs definitiv einen Follow wert- nicht nur wegen den wirklich außergewöhnlich guten Fotografien, sondern auch als Urlaubsinspiration!

Wir haben uns spontan dazu entschieden für die zwei Tage ein schnittiges Cabrio zu mieten, um „oben ohne“ während der Fahrt die Sonnen genießen zu können. Auch wenn ich selber ein Auto habe, juckt es mich doch immer mal wieder auch andere Autos auszuprobieren und zusammen mit Eileen haben wir uns diesmal für ein weißes Mercedes Cabrio (too much cliché?) entschieden. Neben den klassischen Autovermietungen gibt es mittlerweile auch Anbieter, bei denen man „von privat“ mieten kann, was zum einen meist günstiger ist und zum anderen auch super gut spontan von unterwegs klappt. Wir haben beispielsweise erst am Vortag das Auto über die App HoppyGo gemietet und glücklicherweise war der Besitzer so flexibel, dass wir uns morgens treffen und wir direkt losfahren konnten. Wer sich was dazu verdienen möchte, kann übrigens auch sein eigenes Auto dort vermieten- das ist mir allerdings dann doch zu viel des Guten. (Wer hat schon Zeit jedesmal den halben Kleiderschrank aus dem Auto zu entfernen? 😉 )


In freundlicher Kooperation mit Val Gardena und HoppyGo

2 Comments

  • Antworten Oktober 11, 2017

    Marlen

    Die Bilder sind so wunderschön! Ich sollte auch mal mehr zum Urlauben, als nur für Wettkämpfe in die Dolomiten fahren. <3

  • Antworten September 29, 2017

    liebe was ist

    OMG das sind schon wieder so wundervolle Fotos! habe direkt Lust auch wandern zu gehen 🙂
    überhaupt ist das Wetter z.Z. so perfekt dafür, weil es nicht mehr so warm ist, aber doch sehr freundlich und mild!

    hab einen schönen Start ins Wochenende,
    ❤ Tina von http://liebewasist.com

Leave a Reply