Marathontraining | Ausrüstung

Auch wenn es mehr Learning by Doing war – zum Ende des Marathons hatte ich dann alles beisammen, was ich für mein Training des Marathons (zu Anfang an) gebraucht hätte. Um für euch die Phase etwas abzukürzen habe ich euch mal alles aufgelistet, was ich für wichtig empfunden habe und worauf ich beim nächsten Mal auf keinen Fall verzichten würde.

Das wichtigste beim Marathon sind definitiv die Schuhe. Wer Blasen bekommt, neue (oder zu alte) Schuhe trägt oder nicht die für ihn passende Dämpfung hat bekommt schnell Probleme beim Laufen. Sich durch verschiedene Schuhe durchzuprobieren (entweder im Sportgeschäft oder bei Lauftrainings) macht genauso viel Sinn wie eine Laufanalyse. Hier muss ich aber dazu sagen, dass der Schuh, der mir bei meiner letzten Laufanalyse empfohlen wurde schon bei 5 Kilometer Probleme gemacht hat. Die meisten Laufanalysen berücksichtigen nicht die Form des Fußes! Sich fünfzehn verschiedene Laufschuhe zu kaufen und zu probieren ist natürlich für die wenigsten realistisch. Bei verschiedenen Lauftrainings (meist von Sporthäusern oder den Firmen direkt) kann man oftmals Schuhe ausleihen und testen- ob ein Schuh „passt“ merkt man wirklich erst nach einigen Kilometer, in denen man darin gelaufen ist. Ich habe ungefähr 8 verschiedene Modelle getestet bevor ich wieder zu „meinem“ Schuh zurück gekommen bin. Meinen ersten Halbmarathon bin ich in einem Nike Air Zoom Pegasus gelaufen, so auch meinen ersten Marathon.

Der Schuh sollte übrigens schon mindestens 100 Kilometer an Deinen Füßen gelaufen worden sein, ich bin am Ende meines Marathontrainings zwei gleiche Modelle abwechselnd gelaufen und in den Nike Pegasus Zoom ca. 120 Kilometer gelaufen. Ein Trick, wenn bei Dir sich oftmals die Schnürsenkel lockern: Die Marathonschnürung. Ich habe sie erst am Tag des Marathons von einem Leser empfohlen bekommen und die Schnürsenkel hielten am Wettkampftag bombenfest – im Training sind sie oftmals sogar 2-3 mal aufgegangen oder mussten nachjustiert werden.

Eine Bauchtasche war für mich unumgänglich. Mein Handy passt in keine meiner Laufhosen, zusätzlich habe ich gerne auch immer noch meinen Haustürschlüssel und Tempos mit dabei. Nach der richtigen Größe habe ich ewig gesucht, mir super viele Empfehlungsberichte durchgelesen und schlussendlich per Zufall im Supermarkt das Modell von Tchibo entdeckt und mitgenommen. Hier passt alles rein (leider nicht die größeren Handymodelle) und sie bleibt auch während Sprints an Ort und Stelle. Die Tasche hatte ich dann auch im Wettkampf dabei – inklusive zusätzlichen Energiegels.

Ich persönlich laufe am Liebsten mit Pferdeschwanz, der so hoch angesetzt ist, dass auch die Haarspitzen mich beim Laufen nicht berühren. Wer noch keine Invisibobble Haargummis nutzt kennt es: Der Zopf löst sich, der Haargummi leiert aus, alles super nervig. Ich persönlich nutze immer das Modell „Slim“ von Invisibobble, es gibt aber auch noch eine stärkere Variante „Power“, die für manch andere vielleicht passender ist. Die Art von Haargummis nutze ich übrigens nur noch, da sie die einzigen sind, die auch wirklich halten und vor allem nicht das Haar kaputt machen – das macht ja schließlich schon meine Blondierung 😉

Für „Babyhaare“ (in meinem Fall abgebrochene Haare) gibt es übrigens auch die integrierte Variante „Multiband“ mit Haarband und Haargummi, die ich leider erst nach dem Marathontraining entdeckt habe, aber mich jetzt bei anderen Workouts (und vielleicht bald wieder beim Lauftraining?) unterstützt und die Haare aus dem Gesicht raushält.

Für meine Longruns habe ich mit den verschiedensten Trinkoptionen experimentiert. Beim Kiosk nach 15 Kilometer was kaufen, Flasche in der Hand halten, Bauchgurt mit integriertem Flaschenhalter und Trinkbrunnen war alles dabei. Schlussendlich habe ich mir nach Empfehlungen von euch die Trinkweste ADV Skin 12 von Salomon bestellt und bin mehr als zufrieden damit. In die Flaschen passen knapp ein Liter, man kann super easy während dem Laufen trinken, außerdem bietet sie genug Platz für Gels, Geld, Handy und was man sonst noch braucht.

Die Weste ist eigentlich fürs Trailrunning gemacht und wird sogar mit Sicherheitsdecke und Reflektoren geliefert, die man aber auch easy entfernen kann. Sie ist perfekt einstellbar und hält ohne zu stören beim Laufen. Mittlerweile nutze ich sie auch, wenn ich in die Berge fahre und dort ein bisschen rumlaufe!

Da 75% meines Trainingsplans darauf aufgebaut ist nach Puls zu laufen habe ich mich dazu entschlossen mir zusätzlich zu meiner Laufuhr einen Pulsgurt zuzulegen. So konnte ich ganz sicher sein, dass der Puls wirklich richtig angezeigt wird und den Plan optimal umsetzen. Da meine Laufuhr (hier mehr dazu) von Garmin ist habe ich mich auch für einen Pulsgurt der gleichen Marke entschieden.

Ansonsten kann ich euch nur empfehlen eure Kalorienverbrennung zu tracken (klappt ebenfalls super über die Uhr) – ich habe das wie immer nicht gemacht und habe knapp zwei Kilo verloren an Stellen, an denen ich sie eigentlich nicht verlieren wollte. Eigentlich wollte ich gar kein Gewicht verlieren und habe trotzdem ganz normal weiter gegessen. Wenn ich mir rückblickend meinen Kalorienverbrauch anschaue wundere ich mich allerdings nicht: Bei einem Longrun von 35 Kilometer verbrennt der Körper schon mal gut 2000 Kalorien, die man ihm natürlich auch wieder irgendwie zusätzlich zuführen sollte. Naja, Daumen drücken, dass ich jetzt wieder etwas zunehme und ich mich nicht neu einkleiden muss. Apropos: Mädels, ein passender Sportbra ist neben den Schuhe meiner Meinung nach das Wichtigste: Die dürfen auch gerne ein bisschen mehr kosten, das lohnt sich definitiv auf lange Sicht. Meine Favoriten sind von Triumph, Anita since 1886 und Odlo.

Hab ich was vergessen? Ohne was geht ihr nie vor die Haustür oder seht ihr besonders wichtig beim Lauftraining an?

2 Comments

  • Antworten Oktober 19, 2018

    Muskelaufbau Fit

    Hallo zusammen,

    ich war echt sehr beeindruckt von dem Artikel, aber auch generell von dem gesamten Blog. Ich finde es sehr schön das man immer alles mitlesen kann und gute Tipps bekommt.

    Ich selber brauche manchmal einfach die Tipps, Motivationssprüche und Videos um mit dem Training besser voran zu kommen. Da es in letzter Zeit so gut bei mir klappt, wollte ich selber mal einen Tipp an andere weiter geben:-)

    Deswegen würde ich euch gerne die rubletics Fitnessbänder empfehlen. Mir haben sie wirklich gut weitergeholfen in meinem Training und ich kann mir ein Training ohne die Bänder gar nicht mehr vorstellen.

    Ich hoffe ich konnte einigen weiterhelfen und euch was gutes damit tun.

    Liebe Grüße
    Jenny

  • Antworten Oktober 5, 2018

    Kathi

    Hallo liebe Linda,

    vielen Dank für deine Marathon Tipps. Ich stecke selber mitten in der Vorbereitung, daher kann ich diese gut gebrauchen. Ohne meine Apple AirPods gehe ich nicht aus dem Haus. Ich brauche die Musik als Ansporn beim Joggen. Mein Kalorien Verbrauch trecke ich immer mit Runtastic. Ich nehme nämlich leider auch leicht ab durch das viele Laufen, vor allem am Oberkörper.
    Darf ich fragen wie groß und schwer du bist?

    Viel Erfolg weiterhin bei deiner Laufreise 🙂

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