Review: Juice Cleansing

Einige von euch haben bestimmt dank Social Media (Instagram & Facebook) mitbekommen, dass ich letzte Woche ein 5-Tages Cleansing von Antidote ausprobiert habe. 5 Tage ohne Essen- nur Säfte, die frisch gepresst & gekühlt nach Hause geliefert werden. Und das von einer Person, die schon stinkig (na gut, ich werde tatsächlich richtig zickig) wird, wenn sie mal 3 Stunden nichts zu essen bekommt. Ich wollte die Kur aber dennoch testen, denn es heißt auch auf der Seite von dem Saftkurhersteller, dass man kein Hunger hat- hört sich doch gut an und kann dann wohl kaum zu schlechter Laune beitragen oder? Gesagt, getan, mit Magdalena (Zitat: „When you live together you detox together“) habe ich mich auf das Experiment eingelassen. Mitunter ausschlaggebend war dafür übrigens auch meine momentane Unzufriedenheit mit meinem Hautbild- nach einer Hormonumstellung reagiert meine Haut sofort auf alles was ich zu mir nehme und manchmal könnte man fast denken ich wäre wieder im Teenageralter angelangt- gar nicht mal so lustig mit 25 Jahren! Vielleicht hilft so eine Kur ja den Körper wieder auf null zu setzten und neu durchzustarten, dachte ich mir. Es kamen also am Montagabend (wir hätten ja gern schon gleich morgens angefangen, damit wir Montag bis Freitag „nahrungsfrei“ sein können, aber auch die Jungs, die zum Entsaften zuständig sind haben gern freie Wochenenden und bereiten die Säfte Montag tagsüber zu und  bringen sie dann eben Abends- unbedingt bedenken, falls ihr auch soetwas machen möchtet!)

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Tag 1: Bereits das Wochenende und der sich aus den Alpen nähernde Föhnsturm hat mir unheimliche Kopfschmerzen mitgebracht. Der erste Tag vom Cleansing war nicht besser. An den ersten zwei Tagen sind aber Kopfschmerzen eh normal, der Körper entgiftet und zeigt so eventuelle „Entzugserscheinungen“. Abgelenkt durch Uni, Pressdays und meine Mädels hab ich den Tag aber soweit gut überstanden. Liquid Salad, der erste Saft, der genauso schmeckt, wie er sich anhört (ob das positiv oder negativ ist, könnt ihr euch selber überlegen :D) bereitet nicht wirklich Freude auf das „Frühstück“- dennoch fühlte ich mich nach dem Verzehr wach, fit und bereit für den Tag.

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Tag 2: Ich hatte den halben Tag immer noch Kopfschmerzen, hab mir dann Globuli aus der Apotheke geholt, da ich nicht auf „herrkömmliche“ Kopfschmerztabletten zurückgreifen wollte und sie haben tatsächlich geholfen. Ich war bis Abends wieder fit, denn da hieß es für mich : „FC Baaaayern, Stern des Südens … “ – kleiner Scherz, ich bin absolut kein Fußballfan, aber eine Einladung in die Allianzarena, zu einem (hab ich mir sagen lassen) wichtigen und ausverkauften Spiel lasse ich mir natürlich nicht entgehen! Wir hatten super gute Plätze, der einzige Wehmutstropfen war der Aufenthalt vor und während der Halbzeit in der Adidas-Lounge: Essen en masse- und natürlich nur vom feinsten. Aber ich hatte ja meinen Saft und war dank ihm satt- Appetit ist natürlich was anderes 😉

Saft 2 ist übrigens jeden Tag mein Highlight gewesen: Der einzige Saft, der mir wirklich richtig gut geschmeckt hat und den ich auch jederzeit wiedertrinken würde!

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Tag 3: Der Tag ging dank vollem Terminkalender super schnell rum, die Kopfschmerzen waren wie weggeblasen und ich fühlte mich richtig fit! Für mich ging es schon Mittags zum Flughafen (Hier war im Vorfeld Planung angesagt: Zwecks Flüssigkeiten musste ich nun doch einen Koffer abgeben (ich hatte kein Gepäck angegeben, war gott sei dank trotzdem inklusve), dh auch früher losfahren und mehr Zeit einberechnen!) um Abends an einer Veranstaltung in Hamburg – Bericht dazu folgt- teilzunehmen. Der erste Saft zum Frühstück, der zweite während des Packens, der dritte auf der Fahrt dorthin- die restlichen waren in einer Kühlbox in meinem Koffer. Angekommen am Flughafen, hungrig nach den Essensgerüchen, die sich immer im Flugzeug breit machen, hab ich direkt nach der Landung meinen vierten Saft ausgepackt und bin in dem Taxi ins Hotel gefahren. Dort gab es eine Überraschung: Keine Kühlschränke! Wo gibt es denn sowas, dachte ich mir und hab die Rezeption nach einem anderen Zimmer gefragt. In jedem Zimmer gibt es sowas, na dann muss die Kühlbox noch herhalten, den fünften Saft gab es während dem Nachpudern im Hotel und den letzten nahm ich einfach mit. Mein mitgebrachtes Frühstück durfte ich an der Rezeption lagern- wenigstens etwas!

Tja, die Veranstalstung… ich will nicht drüber sprechen, nur ein paar Worte: Kitchenenloft im 16. Stock, Fernsehkoch, 3-Gänge Menü. Na, da lob ich mir doch meinen Grünen Saft zum Abendessen! (Achtung, Ironie)

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Tag 4: Mit Liquid Salad in dem Hotelrestaurant gestartet um den anderen Mädels noch tschüss zu sagen- dank frischem Kaffeegeruch und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet keine gute Idee, aber hey- es sind ja nur fünf Tage! Nur mit Handgepäck (ich hatte ja keine Säfte mehr, war mein Gedanke) machte ich mir wieder auf Richtung Flughafen. Uuups, die Eisakkus, die ich zur Kühlung dabei hatte enthalten ja Wasser, kurzer Blick auf die Uhr, soll ich das ganze Zeug noch einchecken? Hmm, naja, Eisakkus kann man nachkaufen, also hab ich mich dafür entschieden, sie dem Flughafen zu überlassen. 8.20 Uhr- wir fliegen pünklich weg, etwa eine Stunde später lande ich wieder in der Heimat, furchtbar hungrig und am Ausgang erwartet mich auch schon Saft 2 (mit meinem liebsten Saftüberbringer 😉 ) und eine Box mit den restlichen Säften- für mich geht es direkt vom Flughafen ins Studio- arbeiten. Der Tag verging wie im Flug, die Säfte wurden immer mehr zum Alltag und ich freute mich sogar schon fast auf jeden kommenden Drink! Einziger Wehrmutstropfen: Ein Freund feierte seinen Geburtstag: Weder Kuchen im Vorfeld und auf der Party gab es für mich nur Wasser- hat sich irgendwie angefühlt, als wär ich ein Freak. Aber gleichzeitig auch gut.

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Tag 5: Letzter Tag! Trotz Schlafenszeit am vorigen Tag vor Mitternacht startete ich den Tag erst am späten Vormittag. Liquid Sald runtergespült, Laufsachen angezogen und … naja loslaufen konnte man es nicht nennen. Ich hatte das Gefühl super wenig Energie zu haben und die Kondition ließ etwas zu wünschen übrig. Kurzentschlossen wurde der Lauf um die Hälfe auf 5km verkürzt, dafür aber Kraftübungen wie Ausfallschritte, auf Bänke gesprungene Squats und Crab Walk eingeschoben (der Muskelkater ist meiner Meinung – immer noch – stärker als normal!). Als Post-Workout drink gab es meinen Lieblingssaft, Karottekid hab ich eingepackt- an dem restlichen Samstagnachmittag war nämlich Shopping angesagt. Was ich gekauft habe seht ihr übrigens hier . Der Tag in der Stadt wurde irgendwie länger als erwartet und die restlichen drei Säfte schoben sich bis 21 Uhr abends auf- Erst dann waren wir wieder zuhause. Es gab noch den „Just Beet it“ – der mir übrigens super geschmeckt hat, aber ich mag Rote Beete einfach auch super gerne. Saft vier „Gingerade“ ließ ich aus- geschmacklich auch einer meiner unliebsten, genauso wie „The Cure“.

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Tag 6: Keine Säfte mehr. Irgendwie komisch und auch umständlich: man muss sich um seine Mahlzeiten wieder selber kümmern, einkaufen und zubereiten. Langsam wieder mit flüssiger Nahrung anfangen hatte ich mir vorgenommen. Naja, vornehmen und ausführen sind ja zwei verschiedene Sachen. Es gab Haferflocken mit Obst zum Frühstück, (veganen) Burger mit Pommen zu Mittag und Misosuppe (ha! doch was flüssiges!), Edamame & Sushi zu Abend. Ein gewohnter „Linda-Tag“ – der Chaitealatte mit Sojamilch hat natürlich auch nicht gefehlt.

Mein Magen hat zu meiner Überraschung ganz normal drauf reagiert, ich war nicht übermäßig schneller satt (wovon ich wirklich ausgegangen bin), aber ich hab die Mahlzeiten definitiv viiiiiel mehr genossen. Ich habe sie nicht nur mehr genossen, sondern auch mehr wertgeschätzt- eine Einschätzung, die auch viele andere, die die Kur schon probiert haben von sich gesagt haben (ich hab natürlich im Vorfeld etwas recherchiert). Zu meiner großen Freude ist meine Haut um einiges besser geworden und ich mache mich definitiv demnächst auf zum Allergietest, ich hab einiges an Wassereinlagerungen verloren (was bei mir aber gleichzeitig auch zu leichten Rückenschmerzen geführt hat) und ich fühle mich gerade leichter, wacher und fitter. Ich bin gespannt wie es anhält und muss ganz ehrlich sagen: Ich würde es wieder machen! Während der Kur hätte ich darauf nicht gewettet, aber jetzt, zwei Tage danach bin ich mir sicher: Saftcleanse, wir sehen uns wieder!

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Ihr wollt auch so eine Saftkur machen? Es gibt mittlerweile sooo viele verschiedene Anbieter- ich habe die Kur von Antidote ausprobiert. Was ich allen Interessierten empfehlen würde: Alle Anbieter bieten ein 1-Tages-Probe Paket an- bestellt auch erst das um zu schmecken, ob ihr die Säfte auch wirklich 5 Tage runter bringt! Für mich war es nicht allzuschlimm, ich esse oft Sachen, die mehr gesund als lecker schmecken- aber ich mag das! Denkt aber daran, dass es keine Qual für euch werden soll und probiert es davor.

Klar, so eine Kur hat es preislich in sich. Fünf Tage, insgesamt 30 Säfte, pro Saft sind bis zu 3kg Obst und Gemüse kaltgepresst: bis zu 90kg Obst & Gemüse! Wenn man es so sieht finde ich es preislich gerechtfertigt.

Plant die Woche, in der ihr die Kur machen wollt etwas geschickter als ich. Für mich als Veganer war es nicht allzuschwer auf das ganze Essen, das sich rundherum angeboten hat zu verzichten- ich hätte einen Großteil eh nicht gegessen. Wäre aber ein riesiges veganes Buffet aufgebaut gewesen kann ich nicht sagen, was passiert wäre 😉

Hier noch einige Iphone Snapshots, die ich in den fünf Tagen gemacht habe:

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7 Comments

  • […] viele von euch wissen, habe ich vor einigen Tagen bereits eine 5-tägige Saftkur durchgezogen und bin absolut begeistert. Bei unserem Letzten #showmeyourhood Lauf durch München […]

  • Antworten November 15, 2014

    Christine

    Ich glaube, ich muss auch ml wieder eine Fastenkur machen. Hab es vor ca. einem Jahr schon einmal getan…für 14 Tage. Ich hatte auch meine Höhen und Tiefen aber muss sagen es hat sich gelohnt. Viele Grüße Christine von http://www.genussgeeks.de

  • Antworten November 12, 2014

    Lis

    Hey Linda,
    mir gefällt echt gut, dass du auch beschreibst, was nicht so gut oder weniger angenehm war bei der Kur. Würdest du sagen, dass die Kur für „Leistungssportler“ zu empfehlen ist? Deine Schilderung zu den 5km macht mir doch etwas Sorgen.. :))

    Liebe Grüße,
    Lis

    • Antworten November 20, 2014

      Lindarella

      Hmm, ich kann es nicht sagen, da ich ja keine Leistungssportlerin bin kann ich auch nicht sagen, wie ein solcher Körper darauf reagiert… Von einer Freundin habe ich aber gehört, dass sie sogar mehr Energie hatte- ich glaube da hilft nur Ausprobieren 🙂

  • Antworten November 10, 2014

    Maria

    Toller Bericht! Du, blöde Frage aber wieso Rückenschmerzen durch Verlust von Wassereinlagerungen?
    Liebe Grüße aus München <3

  • Antworten November 10, 2014

    Lisa

    Ein toller Post, ich glaube das probiere ich auch mal!