How to: Yoga für Anfänger

Wie oft höre ich von meinen Mädels: „Yoga, das ist nichts für mich, viel zu langweilig!“ oder „Da bin ich gar nicht gelenkig für genug“. Beides absoluter Quatsch, wer „seine“ Art von Yoga gefunden hat, dem wird zu keiner Sekunde langweilig. Wichtig ist neben der Art des Yogas ist ebenfalls der Yogalehrer- kann man sich mit der Person nicht identifizieren, wird es schwierig sich auf die Stunde einzulassen. Natürlich gibt es Yogaarten und -stunden, die körperlich anspruchsvoller sind als andere, jedoch hat jede Stunde einen bestimmten Anteil an Meditation, Selbstreflexion und Endentspannung. Wer sich hier nicht zu 100% wohl fühlt kann natürlich Probleme damit haben, sich darauf einzulassen.

Ich für meinen Teil habe mehrere Jahre gebraucht, bevor ich Yogalehrer gefunden habe, die mir zusagen. Es gibt unendlich viele verschiedene Praktiken zu unterrichten und wenn ich mal nicht bei „meinen“ Lehrern bin (zum Beispiel im Urlaub oder bei einem Event), kann es schon mal sein, dass ich eine Stunde verlasse oder mich „durchquäle“. Ich bin grundsätzlich kein Mensch, der Dinge macht, die er nicht mag, nur um anderen zu gefallen oder nicht anzuecken. Ich finde auch, dass es weder für mich, noch für den jeweiligen Lehrer Sinn macht, wenn ich in einer Stunde bleibe, die mir so gar nicht zusagt. Selbstverständlich verlasse ich eine Stunde aber nur, wenn ich niemanden anderen damit störe – was ich aber eigentlich damit sagen will: Es kann wirklich einige Zeit dauern, bevor ihr „euer“ Yoga findet und wenn es so weit ist: Ihr werdet euch nicht mehr vorstellen können, jemals ohne Yoga gelebt haben zu können. 😉

Lust einfach mal durch einen Yogaflow hindurchzufließen, für den ihr noch keine Erfahrung braucht? Here you go:

Erstmal wärmen wir uns auf, um das Verletzungsrisiko zu minimieren:

Wir starten im Kind (Balasana, Bild 1), der Position, die Du immer dann einnehmen kannst, wenn Du eine Pause brauchst.
Die Knie liegen auf dem Boden, das Gesäß zieht aktiv Richtung Fersen. Öffne leicht die Knie und wandere mit den Händen nach vorne, die Stirn zeigt zum Boden. Bleibe hier für einige Atemzüge, bei jeder Einatmung wandern die Hände noch ein Stückchen weiter nach vorne.

Bei der Herzöffnung (Bild 2) wird das Gesäß auf Höhe der Knie nach oben geschoben, die Händen laufen mit weiter nach vorne. Die Brust zieht Richtung Boden, die Hände schieben aktiv in den Boden.

Schiebe dich zurück ins Kind und komme in den Vierfüßlerstand. Die Hände befinden sich direkt unter den Schultern, die Knie sind auf Hüfthöhe. Mit der Einatmung kommst Du in die Kuh, der Blick geht hier nach oben, die Schultern sind weg von den Ohren und ziehen Richtung Wirbelsäule. Beim Ausatmen wird der Rücken rund, versuche den Blick auf den Bauchnabel zu richten, Du bist nun in der Katze.

Konzentriere dich gezielt auf die Atmung und den Bewegungsablauf. So wärmst Du deine Wirbelsäule auf und aktivierst Deine Muskulatur.

Let’s Flow

Wir starten im Kind und schieben uns in den herabschauenden Hund. Lasse die Beine anfangs immer gebeugt und schiebe dich mit jedem Atemzug aktiv aus den Armen Richtung Decke. Bleibe hier für mindestens fünf Atemzüge.

Nun kommst Du langsam in die Liegestützposition, versuche die Schultern genau unter den Händen zu positionieren. Durch aktivieren der Bauchdecke und Zusammenziehen der Schultern bleibt der Rücken gerade. Lege erst die Knie und anschließend den Oberkörper ab und komme durch Heben des Oberkörpers in die Kobra. Der Oberkörper wird rein aus der Rückenmuskulatur nach oben geschoben, die Arme schieben nicht nach oben. Komme zurück ins Kind.

Wiederhole den Flow so oft Du magst zu Deiner Lieblingsmusik (auch zu Hip Hop kann man übrigens Yoga machen 😉 ).

Natürlich darf nach keinem Flow die Endentspannung (Savasana) fehlen!

Nehme die für dich entspannendste Position auf dem Rücken ein. Lass gerne die Füße nach außen fallen, die Hände liegen entweder auf Deinem Bauch oder neben Dir. Stelle Dir einen (entspannten) Wecker oder lasse für etwa 10 Minuten ruhige Lieder laufen. Konzentriere Dich auf Deine Atmung, die schwerer wird und entspanne jeden Muskel deines Körpers.

Ich empfehle übrigens jedem (egal ob Anfänger oder Fortgeschrittenem) immer mal wieder an einer Yogastunde teilzunehmen. Nur hier kann Dich der Lehrer korrigieren, personalisierte Tipps geben, außerdem lernt man meistens tolle Personen kennen! Yoga verbindet – wie eigentlich jede Art der Bewegung und Kopfarbeit, die man gemeinsam macht.

Vor kurzem haben wir die neue Kollektion im Keller Sports Store eingeweiht – mit einer inspirierenden Yogastunde, jeder Menge Girlstalk und einem entspanntem Dinner im Anschluss. Neben dem Onlineshop hat der Laden in der Auenstraße fast wöchentlich tolle Events für die man sich einfach über ihre Facebookseite anmelden kann. Je nachdem welche Marke gerade im Fokus ist, kann das wie hier eine tolle Yogastunde sein, Vorträge von Freerideskifahrern über ihre letzte Reise oder gemeinsame Läufe an der Isar. Up-to-date bleiben lohnt sich hier definitiv!


In Kooperation mit Keller Sports

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